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Aktuelles

Ein-Punkt-Bewusstseins-Übung

22. März 2019

Einblicke in die Lehre der Spirituellen Hochschule Vidyamrtabdhi

von Susanne Ganns
Die spirituelle Hoch-Schule Vidyamrtabdhi “Ozean des Nektars der Weisheit” in Indien wurde von SHIN ins Leben gerufen und unterstützt, dass Du Deine persönlichen Schichten und fantastischen Welten verlassen kannst, welche Dich zurückhalten, um zu der einen Wahrheit zu kommen.

Während des Retreats im März gab SHIN eine Übung, die mich tief berührt hat und deutlich macht, auf was es in der jetzigen Zeit ankommt. SHIN gab wirklich nebst vielem anderen einen wunderbaren Schlüssel, um bislang versperrte innere Türen zu öffnen.

In jedem Moment wach sein

Für jene die den höchsten Stand erreichen wollen – die Einheit mit Gott und Göttin –, jene die für die Wahrheit, für die Güte, für das Schöne und nicht zum Spielen zusammen kommen wollen, ist es wichtig, in jedem Moment ganz wach zu sein.

Es beginnt gerade jetzt, heute, in diesem Moment, dass Du versuchst, zu Dir selbst zu kommen, jetzt und noch einmal jetzt, zu dem einen Punkt des Bewusstseins.

Ich bin hier und jetzt, gerade jetzt, das weisst Du alles!

Doch es ist jetzt die beste Zeit, sich auf dieses zu konzentrieren. Nun.

Jetzt, gerade jetzt! Dieser Moment ist nicht nur in Deinem persönlichen Moment, sondern auch in dem jetzigen Moment der Erde und des Kosmos einzigartig.

Selbst inmitten der Situation in der Du jetzt bist, also auch in der Erdensituation in der wir alle im Moment sind, ist es möglich, mit der Konzentration und Zuwendung auf diesen einen Punkt des Bewusstseins, diese Kraft, Energie, die Du Dir wünscht, nach der Du suchst, zu gewinnen.

Wiederhole, wiederhole dies kontinuierlich!

Es ist in jedem Moment möglich, die lichtvolle Energie zu erwecken und es kann dadurch möglich werden, die Tendenz auf dieser Erde zu rennen, zu rennen hin zum Krieg, zu rennen hin zur Zerstörung, zu rennen hin zum Tod, zu stoppen, zu stoppen, zu stoppen!

Immer wieder erinnere diesen einen Punkt des Bewusstsein, wie Händeklatschen, wie ein Blitz und dann nehme die Stille danach wahr.

Richte dann Dein Bewusstsein auf z.B. Deine Gedanken, Dein Spiegelbild, Blumen, die Kerze vor Dir, dieses oder jenes Gesicht, Deine Schuhe, etwas was Du in der Natur siehst und deklariere dieses dann in Dir, dass es „nur dieses oder jenes rund um Dich und Hülle ist“ und jederzeit wieder weg gehen kann, ja sogar Dein Körper, Deine Ideen, alles.

Doch der blitzartige Moment und die Stille danach ist immer wieder neu, neu, neu und immer ein Moment der Überraschung, denn Du hattest noch nie einen Moment wie diesen.

Das ist praktischer Kashmir-Shivaismus und wichtigster Bestandteil dieser Lehre  an der spirituellen Hochschule.

Es ist jedoch nicht nur das, sondern diese Art sich immer wieder neu und neu zu wecken forciert, dass Du den höchsten Zustand des Wachbewusstseins, höher als jemals zu vor, erreichen kannst.

Auf diese Weise kannst Du es individuell und überall üben, damit der „Zöllner oder die Selbstigkeit, das Ego“ gar nicht mehr kontrollieren kann.

Du solltest Deine Bekleidung, Dein Gepäck, die Hüllen, Deine Rezepte aufgeben und ablegen.

 Wisse jedoch, ohne Brücke oder Verbindung zu den Göttern, ohne Empfindsamkeit zu der Erde, ohne Anerkennung für die gesamte Schönheit der Schöpfung, wird mit der falschen Identifikation „Ich bin was ich habe, mein Haus, meine Autos, mein Wissen etc.“, die Einheit mit Gott und Göttin nicht gelingen.

Und es ist dieser Bewusstseins-Punkt nicht nur ein Punkt, der für Dich alleine wichtig ist. Es ist dies ein Punkt, ein lichtvolles Sprungbrett für die Menschheit, für die Erde, für den Kosmos.

Nur wenn Du dieses in Deinem Bewusstsein trägst und es demzufolge und auf diese Art und Weise übst, kannst Du Deine Realität gewinnen.

 Zitat von SHIN: „Keine Angst, Ihr müsst gar nichts tun, es ist in Eurer freien Entscheidung, aber es ist so nahe, an dem glühenden Wahrheitspunkt, dass es sich sehr wohl lohnt, für Dich, für die Erde, für die Menschheit, für das Universum, mal einfach zum Punkt zu kommen. Aus dem Gewirre hin, zum Stern.“

Anmerkung der Verfasserin dieses Blogs:

Mir wurde bei dieser Übung deutlich klar, im Aussen etwas bewegen und innere Impulse als Sinnvolles auf die Erde bringen ist ein Teil der Schöpfung in mir und kann Frieden erwirken.

Jedoch habe ich auch begriffen, dass ein Wandel auf der Erde und Freier Frieden“ sich nur entfalten kann, wenn der Mensch durch die innere Hoch-Zeit wieder völlig eins mit Gott und Göttin ist.

Dies bedeutet für mich allerdings auch,  dass der Frieden von dem wir Menschen immer sprechen ein völlig anderer ist, als der freie Frieden, der in der Schöpfung herrscht.

Unser sogenannter Frieden findet im Aussen statt.

Des weiteren macht es für mich jetzt auch Sinn, wie es die Ein-Punkt-Bewusstseins-Übung erklärt, dass der „Freie Frieden“ nur auf Erden entstehen kann, wenn der Mensch wieder zu dem wird, was er wirklich ist,  ein freier Stern, ein Same des Schöpfers mit der gleichen Schwingung wie seine Eltern Gott und Göttin und zwar nicht erst, wenn er stirbt, sondern bereits hier in diesem Erdenleben. Dadurch kommt diese Kraft voll und ganz hier auf die Erde und kann verwandeln.

Nur alleine dies würde die neue Epoche mit dem neuen Menschen einläuten und dadurch kommt „Freier Frieden“ auf die Erde.

Bereitet der Mensch seine Seele auf dieses Ereignis vor, indem er in jedem Moment diesen Stern in sich forciert, kann Heilung geschehen, weil im Inneren zunehmend jene Schwingung entsteht, welche der Same immer schon von Anbeginn in sich trägt.

Alle Schönheit (die auch in der Natur überall zu finden ist), all die Liebe, all das Wissen der Göttin in uns (welches in unserem untersten Steissbeinwirbel zusammengerollt als Kundalini sitzt) kann dann aufsteigen, um sich mit dem Licht Gottes, welches von oben herab kommt, zu vermählen. Die Hochzeit findet statt.

Wird dadurch deutlich, dass das Innere unantastbar ist?

Zeigt es auf, dass wir Menschen, wie auch die Natur, nur im Aussen angreifbar und durch ungute Kräfte manipulierbar sind?

Ist es das, was die Seelen so traurig macht, weil im Aussen die grosse unermessliche Liebe der Göttin nicht zu finden ist und wir dadurch die schöpferische Schönheit vermissen?

Ich war anfangs entsetzt über diese Erkenntnis, dass der Wandel auf der Erde nur auf diese Weise geschehen kann, weil so vieles weg fällt, was bislang im Aussen so wichtig erschien.

Doch nachdem ich mich Ent-Setzt habe, sprich mich innerlich anders hin ge-setzt habe, kam ein wunderbar freies Gefühl mit tiefer Zuversicht, dass es doch durch unser Inneres und unser inneres Üben möglich wird, dass sich auf der Erde alles zum Guten wendet und wir Menschen wieder „Freien Frieden“ finden.